Hochzeit: So finden Sie die perfekten Trauringe

Es soll der schönste Tag im Leben werden, an dem einfach alles passt. Nicht umsonst fangen Ehepaare in spe teilweise schon über ein Jahr vor der anstehenden Hochzeit mit den Planungen und Vorbereitungen an. Es gibt jede Menge Fragen zu klären und Wunschvorstellungen miteinander abzugleichen: In welchem Rahmen soll gefeiert werden? Beschränkt man sich auf die standesamtliche Trauung oder soll eine kirchliche beziehungsweise freie Zeremonie folgen? Welche Jahreszeit bietet sich am ehesten an? Wie viele Gäste möchte man einladen, welche Location wäre ideal, wie soll die Dekoration aussehen, wie das Menü?

Neben all diesen Punkten spielt natürlich auch die passende Hochzeitsrobe eine entscheidende Rolle. Währenddessen ist für viele die Auswahl der Trauringe leider eher zweitrangig, dabei werden diese doch das restliche Leben am Finger getragen. Warum man dem Thema mehr Gewicht geben sollte und worauf bei der Suche zu achten ist, klären wir hier.

Hochzeit: Paar hält Händchen
Wenn man einige Stichpunkte zur Hochzeit beachtet, findet man schnell die perfekten Trauringe. (Quelle: unsplash / Brooke Cagle)

Was Trauringe eigentlich ausdrücken

Es ist hierzulande Brauch, sich nach der Aufforderung des Standesbeamten oder Pastors gegenseitig die Ringe anzustecken und diesen feierlichen Akt mit einem Kuss zu besiegeln. Damit tragen die Ehepartner ein äußerlich für alle sichtbares Zeichen ihrer innigen Verbundenheit. Die Verwendung von Trauringen geht dabei zurück bis ins alte Ägypten, auch wenn sie dort viel eher ausdrückten, dass eine Frau als Besitz ihres Ehemanns angesehen wurde. Doch auch in anderen Kulturen fanden sich Ringe als Zeichen der Zugehörigkeit bereits weit zurück in der Geschichte.

Lange Zeit wurden Eheringe links getragen, da man vermutete, an dieser Körperseite verliefe die sogenannte Liebesader vom Herzen hinunter bis zum Ringfinger. Das ist in vielen Ländern bis heute erhalten. Dass sich in Deutschland irgendwann die rechte Ringhand einbürgerte, geht indes auf die Reformation zurück. Aufgrund der Kreisform lässt sich weder Anfang noch Ende am Ring ausmachen, weshalb er die Ewigkeit repräsentiert und damit versinnbildlicht, dass die beiden Ehepartner für immer zusammengehören und sich gegenseitig treu bleiben.

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Für diese schöne Geste sollten also Ringe besorgt werden, die man tatsächlich gerne bis in alle Ewigkeit tragen möchte. Deswegen ist es umso ratsamer, nichts zu überstürzen, sondern sich Zeit für die Suche zu lassen und das finale Set mit Bedacht auszuwählen.

Worauf es beim Kauf ankommt

Für den anstehenden Kauf kann man sich einiger Überlegungen bedienen, die für Orientierung sorgen. Vor allem die folgenden fünf Punkte sind dabei von Bedeutung, um auch wirklich lange Freude an den ausgesuchten Schmuckstücken zu haben.

Persönlicher Geschmack

Bei der Frage nach dem Stil der Trauringe herrscht bei zukünftigen Eheleuten nicht selten Uneinigkeit. Aber sie ist natürlich essenziell, um die Suche einzugrenzen. Es sollte daher zunächst festgelegt werden, was zum eigenen Typ und auch dem ansonsten getragenen Schmuck passt. Dabei ist sicherzugehen, dass einem der Stil auch noch in 10 oder 30 Jahren gefällt, er also möglichst zeitlos ausfällt und dennoch die eigene Persönlichkeit widerspiegelt. Von ausgefallenen Modeerscheinungen ist also eher abzuraten. Die Gefahr ist zu groß, hier einem Trend zu folgen und dies später zu bereuen. Aufgrund des starken Symbolwerts, aber natürlich auch des Preises kauft man schließlich nicht alle paar Jahre wieder neue Trauringe.

Vorhandenes Budget

Bei so vielerlei Ausgaben, die in Zusammenhang mit der baldigen Hochzeit auf das Paar zukommen, muss selbstverständlich das Gesamtbudget berücksichtigt werden. Erfahrungsgemäß kommen die Ringe dabei eher schlecht weg. Das heißt, viele Brautleute setzen sich ein recht niedriges Preislimit für die Ringe, um stattdessen vielleicht mehr für Live-Musik oder ein besonderes Hochzeitsauto ausgeben zu können. Das stellt sich jedoch im Nachhinein nicht selten als Fehler heraus, wenn dadurch großen Einbußen bei der Qualität gemacht werden.

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Es gibt definitiv auch sehr ansprechende Lösungen für den kleinen Geldbeutel und der Preis der Ringe muss nicht zwangsläufig in die Tausende gehen. Dennoch bekommt man mit einem professionell geschmiedeten Ring aus hochwertigem Edelmetall gleichzeitig auch ein Versprechen, dass dieser wirklich allen Strapazen des Alltags gewachsen ist. Wird hier an der falschen Stelle gespart, so führt dies schnell zu Enttäuschung, wenn die Ringe aufgrund der zu weichen Beschaffenheit schnell Macken bekommen oder ihren Glanz verlieren.

Material und Farbton

Mit der Wahl des Materials ist teilweise auch gleichzeitig die Farbe vorgegeben. Lediglich bei Gold heißt es dann noch, zwischen Weiß-, Gelb- oder Roségold zu unterscheiden. Die langlebigsten Ringe werden aus Platin gefertigt, das einen hohen Reinheitsgrad von etwa 95 Prozent hat. Zu überlegen ist auch, ob die Braut zusätzlich einen Edelsteinbesatz möchte und falls ja, in welcher Farbe und Art. Der Markt bietet inzwischen eine fast grenzenlose Bandbreite. Und selbst, wenn die bereits gefundenen Traumringe komplett schlicht ausfallen, kann ein Diamant später noch auf Wunsch eingearbeitet werden.

Passende Größe

Probieren ist das A und O, damit sich der Ring später auch wirklich gut am Finger anfühlt und weder leicht verloren geht, noch unangenehm in die Haut einschneidet. Wer normalerweise keine Ringe trägt, muss sich zudem erst einmal mit dem Gefühl vertraut machen. Zudem wirkt ein Ring an jeder Hand anders, man sollte also auf jeden Fall einmal einige Modelle im Fachhandel anziehen, um ein Gespür dafür zu kommen, welche Form und Breite dieser haben soll. Dabei wird auch die passende Ringgröße bestimmt. Einfach aufs Geratewohl ohne vorherige Erfahrung im Internet zu bestellen, bringt indes normalerweise nicht das erhoffte Ergebnis. 

Gewünschte Individualisierung

Damit die Ringe so einzigartig wie denkbar werden, kann man sie entsprechend gravieren lassen. Eine weitere Option ist, im Rahmen eines Workshops eigene Ringe zu erschaffen, die letztlich noch von geübten Goldschmieden perfektioniert werden. Die Partner stellen dabei jeweils den Ring für den anderen her, was sehr romantisch ist. Außerdem geht man so sicher, mit seinem Schmuckstück ein absolutes Unikat zu besitzen.

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Inspirationen für die Entscheidungsfindung

Wichtig ist, sich erst einmal umfassend zu informieren und dafür beispielsweise Hochzeitsmessen zu nutzen, auf denen man fast grenzenlose Inspiration bekommt. Natürlich ist auch das Internet eine wunderbare Quelle, um das Angebot im Vorfeld zu sondieren.

So widmen sich unter anderem zahlreiche Blogs allen Belangen rund ums Thema Heiraten und liefern hilfreiche Tipps und Ideen von den schönsten Brautfrisuren über ausgefallene Einladungskarten bis zu kreativen Motiven für die Erinnerungsfotos. Zudem sind auch Erfahrungswerte von bereits verheirateten Freunden selbstverständlich sehr willkommen.

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